Im Saal des Restaurant Tellenbräu in Altdorf hat die GLP Uri am 27. Januar 2026 ihre Parolen zu vier eidgenössischen und zwei kantonalen Abstimmungsvorlagen, über welche am 8. März 2025 entschieden wird, gefasst. Die Diskussionen zeigten ein breites Interesse an tragfähigen Lösungen, die Freiheit, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit verbinden.
Eidgenössische Vorlagen
Bargeld-Initiative und direkter Gegenentwurf zur Bargeldversorgung
In der Debatte zur Initiative «Bargeld ist Freiheit» überwog die Einschätzung, dass hier vor allem Symbolik im Vordergrund steht. Entsprechend fiel die Nein-Parole einstimmig aus. Der direkte Gegenentwurf zur schweizerischen Währung und Bargeldversorgung fand hingegen grossmehrheitlich Zustimmung, weil er das Anliegen gezielter und ausgewogener aufnimmt.
SRG-Initiative «200 Franken sind genug!»
Zur SRG-Initiative diskutierten die Anwesenden intensiv. Hervorgehoben wurde, wie wichtig ein starker, unabhängiger Journalismus für die direkte Demokratie ist und welche Rolle regionale Angebote und Arbeitsplätze dabei spielen. Gleichzeitig wurde anerkannt, dass die Medienabgabe für Haushalte mit kleinem Budget spürbar ins Gewicht fällt. Am Ende setzte sich klar die Nein-Parole durch.
Klimafonds-Initiative
Bei der Klimafonds-Initiative sprach sich eine Mehrheit für ein Ja aus. Im Zentrum standen verlässliche Investitionen in die Dekarbonisierung, Impulse für Innovation und Wertschöpfung sowie der Gedanke, dass Nicht-Handeln langfristig teurer wird. In der Diskussion wurde zudem erwähnt, dass es jetzt ein klares Zeichen brauche, damit Klimaschutz und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit gemeinsam vorangebracht werden.
Bundesgesetz über die Individualbesteuerung
Auch zur Individualbesteuerung fand sich eine deutliche Mehrheit. Betont wurde die Idee einer faireren, zeitgemässen Besteuerung, bei der jede Person nach ihrem eigenen Einkommen erfasst wird und Ungleichbehandlungen abgebaut werden.
Kantonale Vorlagen
Teilrevision des Energiegesetzes des Kantons Uri
Bei der Teilrevision des Energiegesetzes überwog Zustimmung, auch wenn einzelne Punkte als zu wenig wirksam beurteilt wurden. Positiv gewürdigt wurde insbesondere, dass neue Ölheizungen verhindert werden.
Volksinitiative «Abschaffung goldener Fallschirm»
Zur Initiative zur Streichung der Abgangsentschädigung für den Urner Regierungsrat setzte sich klar die Nein-Seite durch. In der Diskussion standen die besonderen Rahmenbedingungen eines Regierungsratsamts, etwa fehlende Kündigungsfristen im Vergleich zur Privatwirtschaft und Fragen der Unbefangenheit.
Fazit
Der Parteitag zeigte ein weiteres Mal ein klares Profil: freiheitlich in der Haltung, pragmatisch in der Umsetzung und mit Blick nach vorne. Die gefassten Parolen verbinden Verantwortung für Klima und Energie mit fairen Rahmenbedingungen für Gesellschaft und Wirtschaft und setzen dort Grenzen, wo wichtige Institutionen und verlässliche Strukturen geschwächt würden.
Die GLP Uri dankt allen Mitgliedern für die engagierte Diskussion und die konstruktive Meinungsbildung.
Autor
Zacharias Ziegler
Medien GLP Uri